
Bei der Stereolithografie wird mittels eines UV-Laserstrahls flüssiges Acryl- oder Epoxidharz schichtweise ausgehärtet. Mit diesem Verfahren sind minimale Schichtstärken von bis zu 0,05 mm möglich.
Die Stereolithografie zeichnet sich durch eine maximale Genauigkeit des Bauteils bei minimaler Abweichung zur Sollgeometrie aus und wird hauptsächlich zur Herstellung von Prototypen für den späteren Vakuumguß eingesetzt.

Bei der Stereolithografie wird ein Laser nach den umgewandelten Daten aus einem CAD-Konstruktionsprogramm gesteuert. Dieser Laser trifft auf ein Bad aus flüssigen Fotopolymeren, welches an den belichteten Stellen aushärtet. Das auf diese Weise schichtweise entstehende Bauteil wird anschließend um die Schichtstärke ins Bad abgesenkt und eine weitere Schicht entsteht. So werden nach und nach jeweils genau die Bereiche des flüssigen Fotopolymeres belichtet, die in der aktuellen Schnittebene des Bauteils Material aufweisen sollen.
Der Prozess wird wiederholt, bis das gesamte Bauteil fertig gestellt ist. Der vollständige Aushärtungsprozess erfolgt in einem Nachvernetzungsschrank durch UV-Bestrahlung.
Bei Bauteilen mit überhängenden Strukturen kommt eine spezielle Stützgeometrie zum Einsatz, der so genannte Support. Dieser hat die Aufgabe, das entstehende Teil im Polymerbad zu fixieren damit die Schichten nicht »wegschwimmen«. Die Anwendung dieser Stützkonstruktion ist eine Besonderheit der Stereolithografie, weil hierbei ein flüssiger Ausgangsstoff verwendet wird.
Im Zuge der Finishbearbeitung wird die Stützgeometrie beseitigt. Sie bildet den einzigen verfahrensbedingten Abfall der Stereolithografie.
Nach dem Stereolitografieverfahren werden die Reste des Ausgangsmaterials vollständig entfernt und die Bauteiloberfläche mit Lösungsmitteln gereinigt.